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Faszination Robotik. Eine kurze Entstehungsgeschichte

Faszination Robotik. Eine kurze Entstehungsgeschichte

Obwohl der erste Industrieroboter bereits 1959 entwickelt wurde, wurden Roboter in den letzten zwei Jahrzehnten oft noch als futuristische Gedankenspiele wahrgenommen. Dabei sind Roboter keine Science Fiction Kreationen mehr. Sie sind Realität. Im Laufe der nächsten Jahre werden Roboter immer weiter entwickelt und an Stellenwert gewinnen. Aber es wird keine feindliche Übernahme unserer Gesellschaft geben, wie es einige Science-Fiction-Szenarien vermuten lassen. Durch falsche Wahrnehmung und undurchsichtige Kommunikation werden viele Menschen von der Idee der Mensch-Maschine-Zusammenarbeit beunruhigt. Lassen Sie uns deshalb einen Reality-Check durchführen und der Sache auf den Grund gehen. Was genau sind Roboter überhaupt und wie unterscheiden sich Software und physische Roboter voneinander?

Die Sci-Fi-Illusion

Viele Babyboomer schwelgen vermutlich noch in Erinnerungen an Star Wars, wenn sie an Roboter denken, während die Generation X sofort an Robocop-ähnliche oder Transformer-ähnliche Kreaturen denkt. Generation X und Y sind vermutlich schon mit den neueren Versionen von Star Wars und Transformers vertraut. Wie dem auch sei, hierbei handelt es sich um Science Fiction. Echte Robotik ist dies definitiv nicht.

Während der industriellen Revolution wurden Fabriken langsam von Robotern übernommen. Selbststeuernde Maschinen übernahmen einen Teil der sich wiederholende Aufgaben, schienen aber die Gesamtzahl der Aufträge nicht zu reduzieren. Ja, die Mitarbeiter waren anfangs frustriert von der Automatisierung. Denn Menschen haben allgemein Probleme, mit Veränderungen umzugehen, bis sie herausfinden, dass diese ihr Leben leichter und spannender machen.

Wie lässt sich ein Roboter definieren

Roboter sind mitterlweile integraler Bestandteil unserer Gesellschaft, sodass man sich eine Welt ohne diese technischen Erscheinungen kaum noch vorstellen kann. Roboter sind nicht mehr nur in Fabriken präsent, sondern auch in unseren Büros. Teilweise in physischer Natur, aber größtenteils in unsichtbarer Form mit dem Ziel die Arbeitsqualität zu verbessern. Eine Eigenschaft, die man einem Roboter gerne zuschreibt, ist die Ähnlichkeit zu einem Menschen. Solche Roboter werden Androiden genannt. Dennoch ähneln viele Roboter einem Menschen in keinster Weise. Folgende Eigenschaften sollte ein Roboter erfüllen, um auch als solcher definiert werden zu können:

  1.  Arbeitet bis zu einem gewissen Grad autonom;
  2.  Erfasst und manipuliert seine (virtuelle) Umgebung;
  3.  Führt langwierige, sich oft wiederholende Aufgaben aus;
  4.  Besitzt eine gewisse Art von Intelligenz.

Woher kommt die Idee?

Um Roboter zu definieren, müssen wir in der Zeit zurückgehen und kurz in die Geschichte eintauchen. Obwohl man vermuten würde, dass es Roboter erst seit dem 20. Jahrhundert gibt, geht die Geschichte der Roboter auf erstaunliche Tausend Jahre zurück oder zumindest auf die Idee des chinesischen Ingenieurr Su Song, der einen hydromechanischen astronomischen Uhrenturm baute.

Doch erst im Jahre 1920 wurde das Wort Roboter in einem Werk des tschechischen Schriftstellers Karel Capek erwähnt. Es leitet sich vom tschechischen Wort robota ab, das „extrahierte Arbeit“ bedeutet. Ursprünglich bezog sich dieser Begriff auf die Arbeit, die ein Bauer im Mittelalter für seinen Herrn zu entrichten hatte, ohne irgendeine Form der Bezahlung zu erhalten.

In vielen Mythologien verschiedener Kulturen gibt es seit Jahrtausenden die Idee eines Roboters. Viele Ingenieure haben jeher versucht, Maschinen zu bauen, die in der Lage sind, selbstständig zu arbeiten. Eines der auffälligsten Beispiele dafür ist die Entwicklung eines roboterartigen Konzepts einer autonom fliegenden Taube einige Jahre vor Christi Geburt. Diese durch Dampf angetriebene Taube konnte etwa 200 Meter fliegen. Ziel dieses „Robo-Bird“ war es, wissenschaftliche Untersuchungen über das Fliegen von Vögeln durchzuführen. Natürlich ähnelt dieses Bild bei weitem nicht den Robotern, die heute in unsere Gesellschaften integriert sind. Der Pionier des „modernen Roboters“, wie wir ihn heute sehen, ist George Devol, der 1954 „Unimate“ erfand, den ersten Industrieroboter.

Moderne Roboter: Physische versus Virtuelle

Physische Roboter sind die wohl bekanntesten Roboter. Sie werden oftmals in der Fertigungsindustrie eingesetzt, um Menschen bei kraftraubender Arbeit zu unterstützen. Diese bezeichnet man als Industrieroboter. Während der industriellen Revolution haben wir einen Anstieg von physischen Robotern in Fabriken erlebt. Einer der ersten modernen Roboter wurde von Henry Ford in seiner Autofabrik eingesetzt. Heute haben sich diese Roboter so weit entwickelt, dass sie in vielen Fällen völlig eigenständig und ohne menschliches Eingreifen arbeiten können. So finden wir mittlerweile sogar physische Roboter in der Altenpflege, die als Serviceroboter bezeichnet werden.

Folgende Frage stellt sich: Wenn sich der Einsatz von physischen Robotern in der Fabrik oder auch Altenpflege bewährt hat, warum sollen nicht auch Roboter zur Automatisierung betrieblicher Abläufe im administrativen Bereich eingesetzt werden? Diese Roboter entsprechen der neuesten Evolutionsstufe. Sie sind nicht physisch, sondern immateriell, genannt Software-Roboter. Software-Roboter sind im Grunde genommen zusammenhängende codierte Befehlen, die einem Computer mitteilen, welche Aufgaben er auszuführen hat und wie er diese auszuführen hat. Die gängigsten Software-Roboter werden auch als Robotic Process Automation (RPA) bezeichnet.

Die richtigen Schlüsse ziehen

Die Robotik Reise geht von alten Konzepten bis hin zu neuesten Trends: Software-Roboter. Große Ideen wurden umgesetzt. Roboter sind gekommen, um zu bleiben, und wir sind in der Lage, sie mit zunehmender Intelligenz auszustatten. Zusammen mit neuen Technologien wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning könnten wir in Zukunft sehr wahrscheinlich sogar Roboter entwickeln, die in der Lage sind, Emotionen zu erkennen und Empathie zu zeigen

Stellen Sie sich die vielen gesellschaftlichen Probleme vor, die Roboter dann lösen könnten….

 

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